Anstiftung

neben der Beihilfe die zweite Form der Teilnahme an einer Straftat. Sie ist die vorsätzliche Bestimmung eines anderen zu einer von diesem begangenen vorsätzlichen Straftat. Der Anstifter ist gleich dem Täter nach dem Gesetz zu bestrafen, das auf den Täter angewendet wird (§ 26 StGB).

Die A. setzt den Vorsatz voraus, dass die Tat zur Vollendung kommen soll. Die strafrechtliche Verantwortlichkeit des Anstifters erstreckt sich nicht auf einen Exzess des Angestifteten. (akzessorisch)

Eine Erweiterung der Anstiftungsstrafbarkeit enthält § 357 StGB (Verleitung eines Untergebenen zu einem Amtsdelikt), bei der der Vorgesetzte auch für den bloßen Versuch der A. oder sogar für das bloße Dulden einer Straftat im Amt, die durch seinen Untergebenen begangen wird, bestraft wird.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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