Aushilfe

kurzzeitig beschäftigte Arbeitskraft zur vorübergehenden Deckung eines nicht im normalen Betriebsablauf begründeten Arbeitskräftebedarfs. Aushilfsarbeitsverhältnisse sind echte Arbeitsverhältnisse, die dem allgemeinen Arbeitsrecht unterliegen. In der Regel ist der Aushilfsarbeitsvertrag befristet (befristetes Arbeitsverhältnis); steht die Dauer des vorübergehenden Bedarfs der Aushilfe nicht eindeutig fest, kann der Vertrag auch unbefristet abgeschlossen werden. Auch in diesem Fall ist er jedoch nicht auf Dauer angelegt. Im Arbeitsvertrag kann eine verkürzte Kündigungsfrist vereinbart werden; dies gilt jedoch nicht, wenn das Arbeitsverhältnis über die Zeit von drei Monaten hinaus fortgesetzt wird (§ 622 Abs. 5 BGB). Grundsätzlich erwirbt auch ein zur Aushilfe eingestellter Mitarbeiter für jeden vollen Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses einen Anspruch auf Urlaub (§ 5 Bundesurlaubsgesetz).

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln