Auslobung

einseitiges Rechtsgeschäft, durch das mittels öffentlicher Bekanntmachung eine Belohnung für die Vornahme einer Handlung, insbesondere für die Herbeiführung eines Erfolges (z. B. Ermittlung eines Täters, Rückgabe eines Fundes), ausgesetzt wird (§ 657 BGB). Die Auslobung gilt auch zugunsten dessen, der von ihr nicht wusste. Auch das Preisausschreiben (§ 661 BGB) ist eine Art Auslobung Um unlauteren Geschäftspraktiken entgegenzuwirken, werden durch § 661 a BGB Gewinnzusagen eines Unternehmers für verbindlich erklärt. Sendet ein Unternehmer Gewinnzusagen oder vergleichbare Mitteilungen an Verbraucher und erweckt er durch die Gestaltung dieser Zusendung den Eindruck, dass der Verbraucher einen Preis (z. B. Geld, Sache, Reise) gewonnen habe, so hat er dem Verbraucher diesen Preis zu leisten, d. h., der Verbraucher hat einen einklagbaren Anspruch auf den in Aussicht gestellten Preis.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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