Beherbergungsvertrag

Vertrag über die Überlassung eines Zimmers in einem Hotel, Gasthof u. Ä. und die damit verbundenen Leistungen. Als nicht typisierter Vertrag kann er Elemente des Miet-, Dienst-, Werk- und Kaufvertrages aufweisen. Gesetzlich besonders geregelt ist die Haftung des gewerbemäßig beherbergenden Gastwirtes (Hoteliers, also nicht des bloßen Restaurantbetreibers u. a.) für Verlust, Zerstörung oder Beschädigung von Sachen, die vom Gast eingebracht wurden (§§ 701 ff. BGB). Der Höchstbetrag für diese als Gefährdungshaftung konzipierte Haftung beträgt bei Geld, Wertpapieren und Kostbarkeiten 800 Euro, für andere Sachen 3 500 Euro; die Haftung ist unbeschränkt bei schuldhaftem Handeln und für Sachen, die der Gastwirt zur Aufbewahrung übernommen hat; sie besteht nicht für Fahrzeuge, darin belassene Sachen und lebende Tiere. Zur Sicherung seiner Forderungen aus dem Beherbergungsvertrag hat der Gastwirt an den eingebrachten Sachen des Gastes ein Pfandrecht.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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