Bestimmtheit

das der Rechtsklarheit dienende Erfordernis, im Bereich dinglicher Rechte (z. B. Eigentum) Sachen so genau zu bezeichnen, dass Verfügungen über sie ohne die Gefahr von Verwechslungen mit anderen Sachen getroffen werden können. Der Bestimmtheitsgrundsatz ist z. B. wichtiges Element bei der Zwangsvollstreckung in Vermögensgegenstände des Schuldners und bei der Sicherungsübereignung. Im Strafrecht gilt das Bestimmtheitsgebot zur genauen Eingrenzung der Strafbarkeit (keine Strafe ohne – genau bestimmtes – Gesetz, nulla poena sine lege).

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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