Computerstraftaten

Straftaten, die unter Einbeziehung von Anlagen zur elektronischen Datenverarbeitung begangen werden. Gemäß § 202 a StGB wird wegen Ausspähens von Daten mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wer unbefugt Daten, die nicht für ihn bestimmt und die gegen unberechtigten Zugang besonders gesichert sind, sich oder einem anderen verschafft. Nach § 263 a StGB wird wegen Computerbetruges mit Freiheitsentzug bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer in der Absicht rechtswidriger Bereicherung das Vermögen eines anderen dadurch schädigt, dass er das Ergebnis eines Datenverarbeitungsvorgangs durch unrichtige Gestaltung des Programms, durch Verwendung unrichtiger oder unvollständiger Daten oder sonst durch unbefugte Einwirkung auf den Ablauf beeinflusst. § 303 a StGB bedroht den wegen Datenveränderung mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe, der rechtswidrig Daten gem. § 202 a Abs. 2 löscht, unterdrückt, unbrauchbar macht oder verändert. Wegen Computersabotage wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe nach § 303 b StGB bestraft, wer eine Datenverarbeitung, die für ein fremdes Unternehmen oder eine fremde Behörde von wesentlicher Bedeutung ist, durch Datenveränderung oder dadurch stört, dass er eine Datenverarbeitungsanlage oder einen Datenträger zerstört, beschädigt, unbrauchbar macht, beseitigt oder verändert. Je nach Straftatbestand kann das Strafmaß zwischen 3 (Abs. 1) und 10 Jahren (Abs. 4) betragen.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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