Copyright

in den englischsprachigen Ländern Bezeichnung für Urheberrecht.
Das C im Kreis: seine Bedeutung in deutschsprachigen Werken
Der Copyrightvermerk als eingekreistes © ist auch in vielen deutschsprachigen (und anderssprachigen) Werken in Verbindung mit der Angabe des Inhabers des Urheber- bzw. des Verlagsrechts enthalten, ergänzt durch die Jahreszahl der Erstveröffentlichung. Diese Angabe hat allerdings mit den Erfordernissen des angloamerikanischen Urheberrechts nichts zu tun, sie hat, da das Entstehen des Urheberrechts in Deutschland (und in den meisten Staaten der Erde) nicht an Formvorschriften gebunden ist, nur noch deklaratorische Bedeutung: Man sieht mit einem Blick, wem Urheber- (und Verlags-)Rechte zustehen. Der Hinweis auf die Inhaberschaft dieser Rechte soll Dritte davon abschrecken, sie zu verletzen.


Durch den Copyright Act vom 19. 10. 1976 wurden für die nach Inkrafttreten geschaffenen Werke die zu erfüllenden Förmlichkeiten erleichtert. Für solche neueren Werke beträgt die Schutzfrist 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers bzw. 95 Jahre für Firmen. Für alle älteren Werke gilt weiter das bisherige System der Copyrighterneuerung nach Ablauf der 1. Schutzfristperiode von 28 Jahren. Jedoch ist die 2. Periode auf 47 Jahre verlängert worden, sodass alle vor dem 1. 10. 1976 geschaffenen Werke, Copyrighterneuerung vorausgesetzt, einen Schutz von insgesamt 75 Jahren nach der Erstveröffentlichung genießen. Im Übrigen wurden auch die Schutzvoraussetzungen und die Definition der geschützten Werke (original works) der modernen Entwicklung angepasst und eine Generalklausel für erlaubte Nutzungen (fair use) eingeführt.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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