Denkmalschutz

die kulturell begründete und gesetzlich geregelte Bewahrung und Pflege von Gegenständen, deren Erhaltung wegen ihrer geschichtlichen, künstlerischen, städtebaulichen oder wissenschaftlichen Bedeutung im öffentlichen Interesse liegt.

In Deutschland fällt der Denkmalschutz in die Kulturhoheit der Länder; daher existieren Denkmalschutzgesetze der Länder mit im Wesentlichen einheitlicher Regelungsmaterie. Sie definieren den Denkmalwert, Zuständigkeiten, Zugang zu Denkmälern, Aufgaben, Rechte und Pflichten der öffentlichen Hand sowie der Denkmaleigentümer. Sämtliche Länder sehen die Eintragung von Denkmälern in Denkmallisten oder Denkmalbücher vor. Der Denkmalschutz ist auch ein Schwerpunkt der Kulturpolitik des Bundes.

Im Interesse des Denkmalschutzes ist die freie Verfügbarkeit des Eigentums beschränkt (z. B. durch Abbruchverbote, aber Entschädigungspflicht des Staates bei enteignenden Maßnahmen). Der Staat unterstützt Denkmaleigentümer durch Zuschusszahlungen und – teilweise – durch Steuererleichterungen. Der Vollzug des Denkmalschutzes folgt dem allgemeinen Verwaltungsaufbau, fachlich begleitet von Denkmalfachbehörden (meist Landesämter für Denkmalpflege).

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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