DNA-Analyse

durch das Strafverfahrensänderungsgesetz von 1997 geschaffene Möglichkeit, Körperzellenmaterial vom Beschuldigten einer Straftat oder einer anderen Person, welches nach § 81 a oder c StPO erlangt wurde, molekulargenetisch untersuchen zu lassen, um seine Abstammung zu bestimmen (§§ 81 e, f StPO). Weiter ist durch § 81 g StPO die Möglichkeit geschaffen worden, von Tätern, die in der Vergangenheit gravierende Straftaten begangen haben und bei denen eine Wiederholungsgefahr nicht ausgeschlossen werden kann, durch Erhebung einer Speichelprobe einen sogenannten genetischen Fingerabdruck herzustellen, um bei zukünftigen Straftaten die Überführung des Täters zu erleichtern. Die gesetzlichen Voraussetzungen von Reihengentests (»Massenscreening«) regelt § 81 h StPO. Die Daten werden seit 1998 beim Bundeskriminalamt in der sogenannten DNA-Identifizierungsdatei (Gendatei) gespeichert.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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