Drittwiderspruchsklage

Klage, mit der geltend gemacht werden kann, dass der Beklagte durch die von ihm gegen seinen Schuldner betriebene Zwangsvollstreckung in Rechte des Klägers (als dem Dritten) eingreife (§ 771 ZPO). Die Drittwiderspruchsklage ist in Bezug auf jeden Gegenstand der Vermögensvollstreckung (Sachen und Rechte) gegeben, sofern dieser nicht zum Schuldnervermögen gehört. Namentlich legitimieren das Eigentum und andere dingliche Rechte, u. U. aber auch schuldrechtliche (Herausgabe-)Ansprüche zur Drittwiderspruchsklage. Sie ist eine Gestaltungsklage, aufgrund deren die Zwangsvollstreckung in den von ihr zunächst ergriffenen Vermögensgegenstand des Klägers für unzulässig erklärt wird und damit dessen Freigabe erreicht werden kann.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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