Eltern

Verwandte ersten Grades, jedoch im Rechtssinne nicht nur die leiblichen Eltern (Mutter und Vater einschließlich nicht ehelicher Elternteile), sondern auch andere mit elterlichem Sorgerecht ausgestattete Personen (Adoptiveltern).

Das Elternrecht ist das den Eltern vom GG garantierte Recht, Pflege und Erziehung ihrer minderjährigen Kinder in Selbstverantwortung wahrzunehmen. Nach Art. 6 Abs. 2 GG sind Pflege und Erziehung der Kinder das natürliche Recht der Eltern und die ihnen zuvörderst obliegende Pflicht. Das Elternrecht ist nicht auf Deutsche beschränkt. Der Staat hat über die Pflege und Erziehung der Kinder durch die Eltern zu wachen und notfalls die Pflege und Erziehung der Kinder sicherzustellen (elterliche Sorge). Im schulischen Bereich kollidiert das Elternrecht mit dem selbstständigen, von den Eltern unabhängigen staatlichen Erziehungsauftrag der Schule.

Zu den weiteren Rechtsgrundsätzen gehören: Das Kind erhält den Ehenamen (Namensrecht) und teilt den Wohnsitz der Eltern ; haben diese nicht denselben Wohnsitz, so teilt das Kind den Wohnsitz des Elternteils, der das Kind in den persönlichen Angelegenheiten vertritt (§§ 11, 1616 BGB).

Solange das Kind dem elterlichen Haushalt angehört und von den Eltern erzogen und unterhalten wird, hat es ihnen in einer seinen Kräften und seiner Lebensstellung entsprechenden Weise in ihrem Hauswesen und Geschäft Dienste zu leisten (§ 1619 BGB). Eltern und Kinder sind einander unterhaltspflichtig (§§ 1601 ff. BGB) und gegenseitig erb- und pflichtteilsberechtigt (§§ 1924 ff., 2303 ff. BGB).

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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