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Elternzeit

durch die am 7. 7. 2000 erfolgte Änderung des Bundeserziehungsgeldgesetzes (BErzGG) eingeführter Begriff, der den Begriff des Erziehungsurlaubs ersetzte. Er meint den Anspruch von Eltern u. U. auch Großeltern, auf Beurlaubung von der Arbeit zur Förderung der Betreuung und Erziehung des Kleinkindes in der ersten Lebensphase, flankiert durch den Anspruch auf Elterngeld. Gesetzliche Grundlage ist das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) vom 5. 12. 2006, das das BErzGG ablöste. Elternzeit steht Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu, wenn sie mit dem Kind in einem Haushalt leben und das Kind selbst betreuen und erziehen. Der Anspruch besteht bis zum vollendeten dritten Lebensjahr des Kindes, kann zwischen den Elternteilen geteilt und nach Absprache mit dem Arbeitgeber darüber hinaus teilweise in die Zeit zwischen den 3. und 8. Geburtstag des Kindes gelegt werden. Während der Elternzeit sind die beiderseitigen Hauptleistungspflichten aus dem Arbeitsverhältnis grundsätzlich suspendiert. Eine Erwerbstätigkeit ist aber bis zu 30 Wochenstunden je Berechtigtem zulässig. Das Elterngeld ersetzt den bis 2006 bestehenden Anspruch auf Erziehungsgeld. Ab dem Zeitpunkt, an dem Elternzeit verlangt wurde, und während der Elternzeit ist nach § 18 BEEG eine Kündigung unzulässig (ausnahmsweise zulässig nach § 18 Abs. 1 S. 2 bei behördlicher Zustimmung).

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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