Entschädigung

angemessener Ausgleich für einen Schaden; im öffentlichen Recht Ausgleich für einen durch hoheitliches Handeln verursachten Schaden. Anders als der Schadensersatz setzt sie kein Verschulden voraus. Entschädigungsansprüche entstehen durch Eingriffe von Hoheitsträgern in die Rechtspositionen des Bürgers, wenn ihm zugunsten der Allgemeinheit ein Sonderopfer abverlangt wird, so bei Enteignung und Aufopferung. (Staatshaftung)

Entschädigungsansprüche können zudem aus einer Vielzahl von Entschädigungsnormen erwachsen: Das Bundesentschädigungsgesetz i. d. F. v. 29. 6. 1956 regelt Ansprüche der Opfer nationalsozialistischer Verfolgung in Form von Renten, Kapitalentschädigung, Abfindungen, Heilbehandlung u. a.; Opfer von Gewalttaten können Entschädigungen nach dem Opferentschädigungsgesetz (Opferentschädigung) beantragen; das Bundesleistungsgesetz regelt Entschädigungen im Rahmen von Verteidigungsmaßnahmen; Personen, die einer ungerechtfertigten Strafverfolgung ausgesetzt waren, müssen nach dem Gesetz über die Entschädigung für Strafverfolgungsmaßnahmen vom 8. 3. 1971 entschädigt werden.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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