Erbschaftskauf

schuldrechtlicher Vertrag, durch den sich der Erbe (auch Miterbe) zur Übertragung der gesamten ihm zustehenden Erbschaft auf den Käufer gegen Entgelt verpflichtet; der Vertrag bedarf notarieller Beurkundung (§§ 2371 ff. BGB). Ein Vertrag über den künftigen Nachlass eines noch lebenden Dritten ist grundsätzlich nichtig; zulässig dagegen ist die vorweggenommene vertragliche Auseinandersetzung unter künftigen gesetzlichen Erben oder Pflichtteilsberechtigten über den gesetzlichen Erb- oder Pflichtteil; auch ein solcher Vertrag bedarf notarieller Beurkundung.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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