Erfüllungsgehilfe

die Person, die mit Willen eines Schuldners für diesen bei der Erfüllung seiner geschuldeten Leistung tätig wird, z. B. der Arbeitnehmer bei Reparaturen, die auszuführen der Firmeninhaber sich verpflichtet hat. Nach § 278 BGB hat der Schuldner ein Verschulden seines Erfüllungsgehilfen gegenüber dem Gläubiger im gleichen Umfang zu vertreten wie eigenes Verschulden. Diese Haftung tritt jedoch nur ein, wenn die schuldhafte Handlung des Erfüllungsgehilfen in Ausführung der Vertragsleistung begangen worden ist. Außerhalb von bestimmten Schuldverhältnissen haftet der Geschäftsherr für die Personen, die er zu einer Verrichtung bestellt hat (Verrichtungsgehilfe), aufgrund der deliktischen Haftung des § 831 BGB.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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