Familienrecht

die in Bezug auf Ehe und Verwandtschaft geltenden Rechtsregeln, mit denen sich insbesondere das 4. Buch des BGB sowie das 2. Buch des FamFG befasst. Der Rechtsbegriff der Familie findet im BGB keine deutliche Klärung, weil hier Fragen individueller Rechtsbeziehungen einzelner Familienmitglieder zueinander im Vordergrund stehen und der Begriff der Familie nur vereinzelt auftaucht. Ein wesentlicher Teil ist nach wie vor das Eherecht. Die Vertragsfreiheit gilt im Familienrecht nur sehr eingeschränkt.

Bezug zum Familienrecht hat auch das Personenstandsgesetz vom 19. 2. 2007 (Personenstand) enthält. I. w. S. unter das Familienrecht lässt sich auch das Sozialgesetzbuch VIII (Kinder- und Jugendhilfe) einordnen. Verfassungsrechtlich steht die Familie gemäß Art. 6 Abs. 1 GG unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung, wobei das GG unter Familie die Kleinfamilie (Eltern oder Elternteil und deren Kinder, einschließlich Adoptiv- und Pflegekindern) versteht. (elterliche Sorge)

Die eheähnliche Lebensgemeinschaft wird nach wie vor den Bestimmungen des Familienrechts nicht unterstellt, das Gleiche gilt für die gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft (eingetragene Lebenspartnerschaft).

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln