Finanzausgleich

Einrichtung, die angesichts unterschiedlicher Steuerkraft dem Ziel dient, einerseits die Haushaltsautonomie der Träger der öffentlichen Finanzwirtschaft (Bund, Länder, Gemeinden) zu erhalten und andererseits krasse Wohlstandsunterschiede in den Einzelregionen auszugleichen. Im Zuge des Finanzausgleichs werden Steuerertragshoheiten festgelegt und Zahlungen an Gebietskörperschaften mit geringem Steueraufkommen geleistet. Man unterscheidet zwischen horizontalem und vertikalem F. Der horizontale Finanzausgleich findet zwischen gleichgeordneten Gebietskörperschaften statt (z. B. Länderfinanzausgleich zwischen den Ländern), der vertikale Finanzausgleich zwischen Gebietskörperschaften unterschiedlicher Stufen im Staatsaufbau (z. B. Bundesfinanzausgleich zwischen Bund und Ländern und kommunaler Finanzausgleich zwischen Ländern und Gemeinden).

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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