Führungsaufsicht

Maßregel der Besserung und Sicherung, die rückfallgefährdete Täter vor Straftaten bewahren soll. Nach § 68 Abs. 1 StGB kann das Gericht neben der Strafe F. zwischen zwei und fünf Jahren anordnen, wenn der Täter Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten verwirkt hat, das verletzte Gesetz F. besonders vorsieht und die Gefahr besteht, dass der Täter weitere Straftaten begeht. Verurteilte werden während dieser Zeit einer Aufsichtsstelle und einem Bewährungshelfer unterstellt, die ihr Verhalten sowie die Erfüllung der ihnen vom Gericht nach § 68 b StGB erteilten Weisungen überwacht (§ 68 a StGB). Verstöße gegen Weisungen während der F. sind nach § 145 a StGB strafbar (Antragsdelikt).

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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