Führungszeugnis

urkundlicher Auszug aus dem Bundeszentralregister, soweit es die Person des Antragstellers betrifft. Näheres regelt das Bundeszentralregistergesetz i. d. F. v. 21. 9. 1984. Danach wird jeder Person über 14 Jahre auf Antrag ein Führungszeugnis erteilt; antragsberechtigt ist auch deren gesetzlicher Vertreter (§ 30). Auch Behörden können über eine Person u. U. ein Führungszeugnis beantragen (§ 31; nicht aber Privatleute über eine andere Person). Bestimmte relativ geringfügige Verurteilungen (insbesondere auf dem Gebiet des Jugendstrafrechts) dürfen von vornherein nicht in das Führungszeugnis aufgenommen werden (§ 32). Nach Ablauf bestimmter Fristen (drei, fünf oder zehn Jahre) dürfen auch andere Verurteilungen nicht mehr im Führungszeugnis erscheinen (§§ 33, 34), doch können Behörden u. U. auch dann noch eine unbeschränkte Auskunft aus dem Zentralregister (v. a. für Zwecke der Rechtspflege) erhalten (§ 41).

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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