Gebot

in der Zwangsversteigerung das Preisangebot, mit dem ein Bieter sich am Verfahren beteiligt und den Zuschlag begehrt. Man unterscheidet: das geringste Gebot , das wenigstens die Kosten der Zwangsversteigerung und diejenigen Ansprüche deckt, die dem Anspruch des die Zwangsversteigerung betreibenden Gläubigers im Range vorgehen (§ 44 Zwangsversteigerungsgesetz, ZVG); das Meistgebot ist das höchste abgegebene Gebot ; das Bargebot ist der Teil des Meistgebots, der bar zu entrichten ist; da vorgehende Rechte vom Ersteher übernommen werden, besteht es nur aus dem Teil, der das geringste Gebot übersteigt, und dem Betrag, der für die Deckung der Verfahrenskosten und bestimmter anderer Ansprüche im Sinne der §§ 10 Ziffern 1–3 und 12 Ziffern 1, 2 ZVG bestimmt ist; das Mindestbargebot umfasst die Deckung dieser Ansprüche (Kostenersatzansprüche des betreibenden Gläubigers, Lohn- und Gehaltsansprüche der Arbeitnehmer, öffentliche Abgaben, wiederkehrende Leistungen verbleibender Rechte, Verfahrenskosten); das Mindestgebot ist der Betrag, unter dem zum Schutz vor Verschleuderung der Zuschlag nicht erteilt werden soll (bei Grundstücken 7/10 des Verkehrswertes, § 74 a ZVG).

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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