Gegendarstellung

das grundrechtlich gestützte, mit dem Persönlichkeitsrecht verbundene, u. a. in den Pressegesetzen der Länder verankerte Recht zur kostenlosen Gegenäußerung, das demjenigen zusteht, der durch eine in einem periodisch erscheinenden Druckwerk enthaltene Tatsachenbehauptung (Erstmitteilung) persönlich und individuell getroffen ist (namentliche Erwähnung ist nicht erforderlich). Der Anspruch kann auch Rundfunksendungen betreffen. Er richtet sich gegen den verantwortlichen Redakteur oder gegen den Verleger bzw. Intendanten. Der Umfang der G. muss zu dem beanstandeten Text in angemessenem Verhältnis stehen; sie muss sich auf tatsächliche Angaben beschränken (also keine Kommentierung enthalten), darf keinen strafbaren Inhalt haben und muss unverzüglich verlangt werden. Für die Durchsetzung der G. steht der ordentliche Rechtsweg offen.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln