Gegenseitigkeit

die Gleichstellung fremder Staatsangehöriger oder fremder Rechtsakte mit inländischen, unter der Voraussetzung entsprechender Handhabung seitens des fremden Staates, z. B. § 104 a StGB (Strafverfolgung von Straftaten gegen ausländische Staaten nur bei Verbürgung der Gegenseitigkeit ). Die Verbürgung der Gegenseitigkeit (Reziprozität) kann auf gesetzlicher Regelung oder bloß tatsächlicher Übung beruhen, sie wird häufig in völkerrechtlichen Verträgen zugesichert. Gegenseitigkeit ist ein Grundprinzip der vertraglichen oder sonstigen Entstehung von Regeln und Bindungen des Völkerrechts, da dieses auf der souveränen Gleichheit der Staaten beruht.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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