Geld- und Wertzeichenfälschung

Sammelbezeichnung für Straftaten, die im 8. Abschnitt des StGB (§§ 146 ff.) erfasst sind. Geschützt werden Metall- und Papiergeld, amtliche Wertzeichen (z. B. Briefmarken) sowie Inhaber- und Orderschuldverschreibungen, Aktien und Investmentzertifikate, Reiseschecks mit bestimmter Summenangabe, Euroschecks und Euroscheckkarten aus dem In- und Ausland. Bestraft wird das Nachmachen von Geld (Falschmünzerei) oder Wertpapieren in der Absicht, das Nachgemachte (z. B. Falschgeld) als echt in den Verkehr zu bringen, ferner das Verfälschen in der Absicht, den Anschein eines höheren Wertes hervorzurufen, das Sichverschaffen von Falsifikaten in der Absicht, sie in den Verkehr zu bringen oder dies zu ermöglichen, sowie das In-Verkehr-Bringen derselben. Strafe: Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr, in minder schweren Fällen Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe. Mit Strafe bedroht (Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe, unter gewissen Voraussetzungen Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe) ist ferner schon die Vorbereitung der G.- u. W., z. B. das Beschaffen und Anfertigen von Platten. Freiwilliges Aufgeben der Vorbereitungshandlungen ist durch Straffreiheit begünstigt. Handelt der Täter als Mitglied einer Bande, die sich zur fortgesetzten Begehung der G.- u. W. verbunden hat, sind in gesetzlich geregelten Fällen die Bestimmungen über Vermögensstrafe und erweiterten Verfall anzuwenden (§ 150 StGB). Produkte aus der G.- u. W. unterliegen ebenso wie die zur Vorbereitung bestimmten Gerätschaften der Einziehung.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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