Genehmigung

im Zivilrecht die zur Wirksamkeit eines Rechtsgeschäftes erforderliche nachträgliche Zustimmung eines Dritten, z. B. der Eltern als der gesetzlichen Vertreter zu Rechtsgeschäften eines Minderjährigen. Im Unterschied zur Genehmigung bedeutet Einwilligung die vorherige Zustimmung des Berechtigten. Eine erteilte Genehmigung wirkt auf den Zeitpunkt der Vornahme des Rechtsgeschäftes zurück.

Im Prozessrecht und im Verwaltungsrecht heißt auch die im Voraus erteilte Zustimmung Genehmigung. In letzterem Fall bedeutet Genehmigung die von einer Behörde erteilte Erlaubnis zur Vornahme bestimmter Handlungen, die von einer Genehmigung abhängen, z. B. zum Bau eines Hauses (Erlaubnis).

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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