Gewalt

strafrechtlich der physisch vermittelte Zwang zur Überwindung eines geleisteten oder erwarteten Widerstandes. Dabei kann die Gewalt so stark sein, dass sie den Widerstand des Opfers ganz ausschließt, oder sie kann den Willen des Genötigten so beugen, dass er sich dem Täter fügt, weil er die Fortsetzung des physisch vermittelten Zwangs beenden will. Das Staatsrecht kennt die ordnende Gewalt in Gestalt der Herrschaftsgewalt, v. a. als Staatsgewalt. Um Gewalt zwischen den Gliedern der Gemeinschaft zu unterbinden, wurde sie als legitimes Herrschaftsinstrument beim Herrscher oder bei bestimmten Staatsorganen monopolisiert (staatliches Gewaltmonopol; Gewaltenteilung).

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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