Gleichstellungsbeauftragte

Funktionsbezeichnung für Frauen, deren Aufgabe es ist, Benachteiligungen von Frauen im öffentlichen Leben aufzudecken und abzubauen. Gleichstellungsbeauftragte sind z. B. bei Kommunen, auf der Ebene der Bundesländer, an Universitäten und in Betrieben eingesetzt. Nach § 16 Bundesgleichstellungsgesetz vom 30. 11. 2001 ist in Dienststellen des Bundes mit mindestens 100 Beschäftigten eine Gleichstellungsbeauftragte nach Wahl durch die weiblichen Beschäftigten für vier Jahre mit der Möglichkeit der Wiederwahl zu bestellen. Die Gleichstellungsbeauftragte hat die Aufgabe, den Vollzug des Bundesgleichstellungsgesetzes sowie des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes im Hinblick auf den Schutz vor Benachteiligungen wegen des Geschlechts und sexueller Belästigung in der Dienststelle zu fördern und zu überwachen. Sie wirkt ferner bei allen personellen, organisatorischen und sozialen Maßnahmen ihrer Dienststelle mit, die die Gleichstellung von Frauen und Männern, die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit betreffen. Sie ist darüber hinaus bei Personalangelegenheiten über die Vergabe von Ausbildungsplätzen, bei Einstellung, Anstellung, Abordnung und Umsetzung mit einer Dauer von über drei Monaten, Versetzung, Fortbildung, beruflichem Aufstieg und vorzeitiger Beendigung der Beschäftigung, organisatorischen und sozialen Angelegenheiten sowie der Abfassung von Beurteilungsrichtlinien und bei Besprechungen zu obigen Punkten zu beteiligen.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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