Grunderwerbsteuer

eine Steuer auf Vorgänge des Rechtsverkehrs, die einen Wechsel in der Person des Grundstückseigentümers (oder auch des Verwertungsberechtigten) zum Gegenstand haben. Der Grunderwerbsteuer gemäß Grunderwerbsteuergesetz vom 17. 12. 1982 unterliegen in erster Linie Kaufverträge. Von der Grunderwerbsteuer ausgenommen sind u. a. der Grundstückserwerb durch den Ehegatten des Veräußerers oder durch Personen, die mit dem Veräußerer in gerader Linie verwandt sind, sowie der Erwerb von Todes wegen (Erbanfall) und der Erwerb eines zum Nachlass gehörenden Grundstücks durch Miterben zur Teilung des Nachlasses. Die Steuer bemisst sich nach dem Wert der Gegenleistung (v. a. Kaufpreis) oder ggf. nach dem Einheitswert des Grundstückes. Die Grunderwerbsteuer ist eine Landessteuer und demnach je Bundesland unterschiedlich. Der Steuersatz liegt aktuell zwischen 5 % (Rheinl.-Pfalz) und 6,5 % (Schleswig-Holstein und Saarland). Steuerschuldner sind die an dem Erwerbsvorgang beteiligten Vertragspartner als Gesamtschuldner, die untereinander eine andere Absprache treffen können. Zur Erfassung der Steuerschuldner bestehen Anzeigepflichten der Gerichte, Behörden und Notare sowie der Beteiligten.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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