Güteverfahren

im Arbeitsprozessrecht Form eines Sühneverfahrens, in dem zu Beginn der mündlichen Verhandlung vor dem Vorsitzenden der Versuch einer gütlichen Einigung der Parteien zu machen ist. Der Vorsitzende hat zu diesem Zweck das gesamte Streitverhältnis mit den Parteien zu erörtern. Kommt keine gütliche Einigung zustande, kann mit Zustimmung der Parteien durch den Vorsitzenden ein zweiter Gütetermin anberaumt werden. Erst wenn auch dieser zu keiner Beilegung des Konflikts führt, schließt sich an das Güteverfahren die streitige Verhandlung an, die alsbald anzuberaumen ist (§ 54 Arbeitsgerichtsgesetz).

Im Zivilprozess der mündlichen Verhandlung vorausgehender Versuch einer gütlichen Beilegung des Rechtsstreits (§ 278 ZPO,Sühneversuch).

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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