Handelsgesellschaft

die Vereinigung mehrerer Personen zum Betrieb eines Handelsgewerbes unter gemeinschaftlicher Firma. Kraft Gesetzes können Handelsgesellschaften sein: offene Handelsgesellschaft (OHG), KG, AG oder GmbH. Für die Handelsgesellschaft gilt Handelsrecht (§ 6 Handelsgesetzbuch, HGB). Die Handelsgesellschaften sind entweder Personen- oder Kapitalgesellschaften. Personengesellschaften (OHG und KG) zeichnen sich dadurch aus, dass mindestens ein Gesellschafter für die Gesellschaftsschulden unbeschränkt mit seinem persönlichen Vermögen haftet und die Gesellschaft im Geschäftsverkehr vertritt (Selbstorganschaft). Persönlich haftender Gesellschafter kann allerdings auch eine juristische Person sein (GmbH & Co.). Kapitalgesellschaften (AG, GmbH) haben ein festes Grundkapital, im Geschäftsverkehr werden sie durch besondere Organe (Vorstand, Geschäftsführer) vertreten (Drittorganschaft). Der Umfang der Geschäftsführungsbefugnis ist grundsätzlich auf den gewöhnlichen Betrieb des Handelsgewerbes beschränkt (§ 116 Abs. 1 HGB). Die persönliche Haftung der Gesellschafter ist ausgeschlossen. Die KG auf Aktien (KGaA) ist eine Sonderform der Kapitalgesellschaft: Sie hat persönlich haftende Gesellschafter, die die Gesellschaft vertreten; im Übrigen gilt das Recht der AG. Genossenschaften sind keine Handelsgesellschaften , gelten aber als Kaufmann im Sinne des HGB.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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