Hehlerei

H. begeht, wer eine Sache, die ein anderer gestohlen oder sonst durch eine gegen fremdes Vermögen gerichtete rechtswidrige Tat (z. B. Unterschlagung, Betrug oder H.) erlangt hat, ankauft oder sonst sich oder einem Dritten verschafft, sie absetzt oder absetzen hilft, um sich oder einen Dritten zu bereichern. An dem Ersatz für den gestohlenen Gegenstand (z. B. Kaufpreis für die Diebesbeute) ist H. grundsätzlich nicht möglich (sogenannte Ersatzhehlerei). Erfüllt der Erwerb des Ersatzes jedoch wiederum einen Straftatbestand (z. B. ist der Verkauf des Diebesguts an einen gutgläubigen Erwerber Betrug), so ist hieran wiederum H. möglich. Die H. ist mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe, bei Gewerbsmäßigkeit oder Bandenhehlerei mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, bei gewerbsmäßiger Bandenhehlerei mit Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren bedroht (§§ 259 ff. StGB). Der Tatbestand verlangt Vorsatz (mindestens bedingten Vorsatz) des Täters, wogegen die fahrlässige H. nur bei gewerbsmäßigen Edelmetall- bzw. Edelsteinhändlern (§ 148 b Gewerbeordnung) verfolgt wird.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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