herrenlose Sache

eine Sache, die nicht im Eigentum einer Person steht. Eine Sache ist entweder von Anfang an herrenlos (z. B. wilde Tiere im Sinne von § 960 BGB), oder ihr Eigentümer hat das Eigentum an ihr aufgegeben (Dereliktion; § 959 BGB). Der Wille zur Eigentumsaufgabe muss erkennbar sein. Nicht zu herrenlosen Sachen werden also mangels Verzichtswillens verlorene Sachen. Herrenlose Sachen kann sich jeder aneignen, wenn die Aneignung nicht verboten ist oder das Aneignungsrecht (z. B. Jagdrecht) eines anderen nicht verletzt wird.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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