höhere Gewalt

ein von außen einwirkendes, nicht beeinflussbares und auch bei Anwendung größter Sorgfalt nicht abwendbares Ereignis, z. B. Sturm, Erdbeben, Blitzschlag. Höhere Gewalt kann ein Grund sein, für übernommene Haftungsrisiken nicht einstehen zu müssen, ausdrücklich z. B. in § 701 BGB (Gastwirtshaftung, Beherbergungsvertrag) oder in § 1 Haftpflichtgesetz (Gefährdungshaftung) geregelt. In ähnlicher Weise kann höhere Gewalt auch im Verfahrensrecht, z. B. bei Fristwahrungen, berücksichtigt werden.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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