30 Jahre Deutsche Einheit Mehr erfahren

Idealkonkurrenz

die Verwirklichung mehrerer Straftatbestände (ungleichartige I.) oder die mehrfache Verwirklichung derselben Strafnorm (gleichartige I.) durch ein und dieselbe Handlung. Ungleichartige I. liegt z. B. vor, wenn A den B dadurch vorsätzlich tötet, dass er das Haus, worin B schläft, in Brand steckt (I. zwischen Mord und Brandstiftung, §§ 211, 306 c, 52 StGB), gleichartige I., wenn etwa durch einen Schuss mehrere Menschen verletzt werden. § 52 StGB bestimmt, dass bei I. nur die Norm anzuwenden ist, die die schwerste Strafe androht (Absorptionsprinzip). Von der I. zu unterscheiden sind die Realkonkurrenz und die Gesetzeskonkurrenz.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln