Interessenausgleich

schriftlicher Vertrag zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat über den Ausgleich der wechselseitigen Interessen (wirtschaftliche Weiterführung des Betriebs einerseits, Erhalt von Arbeitsplätzen und Gestaltung der Arbeitsbedingungen andererseits) bei einer geplanten Betriebsänderung, z. B. Rationalisierung, Betriebsstilllegung; anwendbar in Betrieben mit i. d. R. mehr als 20 Arbeitnehmern, sofern diese keine Tendenzbetriebe sind. Im Interessenausgleich wird geregelt, ob und ggf. wann und in welchem Umfang die Betriebsänderung durchgeführt wird. Von dem Interessenausgleich unterscheidet sich ein Sozialplan insoweit, als in diesem ein Ausgleich der Nachteile, die dem einzelnen Arbeitnehmer durch die Betriebsänderung entstehen, erstrebt wird (§§ 111 ff. Betriebsverfassungsgesetz).

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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