Kapitalverkehrsfreiheit

seit Gründung der Europäischen Gemeinschaft (EG) vertraglich vorgesehene, aber erst 1990 voll verwirklichte Grundfreiheit zur Sicherung des grenzüberschreitenden freien Verkehrs von Sach- und Geldkapital innerhalb der Gemeinschaft. Als einzige der Grundfreiheiten sichert die K. darüber hinaus – mit gewissen Ausnahmen – auch den Kapital- und Zahlungsverkehr im Verhältnis zu Staaten, die nicht Mitglieder der EG sind. Hierdurch soll das Vertrauen von Investoren auch aus Drittstaaten gewonnen werden. Im Übrigen ist der freie Geld- und Kapitalverkehr auch eine wesentliche Voraussetzung für die Funktionsfähigkeit der Währungsunion.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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