Körperschaftsteuer

eine Steuer auf das wirtschaftliche Ergebnis bestimmter Unternehmensformen, besonders Kapitalgesellschaften. Steuerpflichtig ist der Gewinn (Einkommen), der nach den Regeln des Einkommensteuergesetzes (EStG) sowie nach den besonderen Vorschriften des Körperschaftsteuergesetzes (KStG) zu ermitteln ist.

Der Steuersatz beträgt für einbehaltene und für ausgeschüttete Gewinne einheitlich 15 % (§ 23 KStG). Wird der Gewinn z. B. einer AG an die Aktionäre ausgeschüttet, würde ohne spezifische Regelungen eine Doppelbesteuerung dieser Ausschüttung entstehen, einmal bei der ausschüttenden Gesellschaft und einmal beim Empfänger, bei dem die Dividenden Einkommen darstellen. Um dies zu vermeiden, zählen Dividenden, die eine Kapitalgesellschaft von einer anderen Kapitalgesellschaft erhält, bei der Empfängerin nicht zum steuerpflichtigen Einkommen (§ 8 b Abs. 1 KStG). Bei der Ausschüttung an natürliche Personen dagegen wird die Doppelbelastung nur abgeschwächt: Dividendenbezüge sind beim Aktionär zu 40 % steuerfrei (Halbeinkünfteverfahren, § 3 Nr. 40 d EStG). Dementsprechend dürfen Werbungskosten, die mit den Dividendeneinnahmen in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen, bei der Ermittlung der Einkünfte nur zu 60 % abgezogen werden (§ 3 c Abs. 2 EStG).

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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