Kommunalverbände

kommunale Gebietskörperschaften, deren Mitglieder Gemeinden oder auch Gemeindeverbände der unteren Stufe oder die Einwohner mehrerer Gemeinden sind und die überörtliche Aufgaben wahrnehmen. Die wichtigsten Kommunalverbände sind die Kreise. Zwischen Gemeinden und Kreisen gibt es als Zwischenstufe der kommunalen Zusammenarbeit für kleine Gemeinden die Verbandsgemeinden in Rheinland-Pfalz und die Samtgemeinden in Niedersachsen (diese haben eine direkt vom Volk gewählte Vertretungskörperschaft) sowie die Verwaltungsgemeinschaften in Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (mit einer Vertretungskörperschaft, die nicht direkt vom Volk gewählt wird, sondern aus den Bürgermeistern und Abgeordneten der Mitgliedsgemeinden zusammengesetzt ist); indirekt gewählt ist auch die Amtsversammlung der als Kommunalverband fungierenden Ämter in Schleswig-Holstein und Brandenburg. Oberhalb der Kreise gibt es die Kommunalverbände höherer Ordnung, die ihrerseits aus Kommunalverbänden (nämlich Kreisen) und kreisfreien Städten bestehen; zu ihnen werden die Landschaftsverbände in Nordrhein-Westfalen, die Landeswohlfahrtsverbände in Baden-Württemberg und Hessen sowie die bayerischen Bezirke gerechnet. Die Garantie der kommunalen Selbstverwaltung gemäß Art. 28 Abs. 2 Satz 2 GG gilt auch für Kommunalverbände.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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