Krankenversicherung der Landwirte

durch Gesetz über die Krankenversicherung der Landwirte vom 10. 8. 1972 eingeführte, zur gesetzlichen Krankenversicherung gehörende Pflichtversicherung für landwirtschaftliche Unternehmer (auch Wein- u. Gartenbau, Teichwirtschaft, Fischzucht), mithelfende Familienangehörige, Altenteiler und Auszubildende der Landwirtschaft, soweit sie nicht einer anderen Pflichtversicherung unterliegen.

In Bezug auf die Leistungen der Krankenversicherung der Landwirte gelten die Bestimmungen des dritten Kapitels des SGB V, d. h., die Leistungen entsprechen denen der übrigen gesetzlichen Krankenversicherung und beinhalten zusätzlich den Anspruch auf Betriebs- oder Haushaltshilfe bei Krankheit des landwirtschaftlichen Unternehmers, seiner Ehefrau oder des versicherten mitarbeitenden Familienangehörigen anstelle von Kranken- oder Mutterschaftsgeld. Die Leistungen für Altenteiler werden, bis auf einen Beitrag aus Renten, Versorgungsbezügen und Arbeitseinkommen, vom Bund finanziert, die Leistungen für die übrigen Versicherten durch Beiträge.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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