Kreditbetrug

K. als Form des Wirtschaftsbetrugs stellt eine Straftat dar, die mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft wird. Nach § 265 b StGB wird bestraft, wer im Rahmen eines Kreditantrags für einen Betrieb gegenüber dem Kredit gewährenden Unternehmen unrichtige oder unvollständige Angaben macht oder ebensolche Unterlagen vorlegt oder nachträgliche Verschlechterungen nicht mitteilt, die die kreditwichtigen wirtschaftlichen Verhältnisse des Schuldners betreffen. Derartiges Verhalten ist zwar auch schon über den Betrugstatbestand in der Form des Eingehungsbetrugs strafbar. Die Vorschrift erleichtert es den Strafverfolgungsbehörden jedoch, den Betrugstäter zu überführen, wenn ihm die Vermögensschädigungsabsicht deshalb schwer nachzuweisen ist, weil er seine wirtschaftliche Lage zu optimistisch beurteilt hat.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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