Ladenschluss

gesetzlich geregelter Zeitpunkt, zu dem Verkaufslokale (Läden) schließen. Das früher bundeseinheitlich geltende Ladenschlussgesetz ist aufgehoben und die Regelung des L. den Ländern übertragen worden. Die daraufhin entstandenen Ländergesetze regeln den L. sehr unterschiedlich: Während ein - zunehmend bedrohtes - grundsätzliches Öffnungsverbot an Sonn- und Feiertagen gilt, haben acht Länder den L. an Werktagen freigegeben, drei Länder werktägl. Ladenschlusszeiten bestimmt (Bayern, Saarland 20 – 6 Uhr; Rheinland-Pfalz 22 – 6 Uhr), andere eine bestimmte Anzahl von Sonntagen vom Öffnungsverbot ausgenommen oder Beschränkungen für die Vorabende der Sonntage erlassen. Es tritt hinzu, dass bestimmte Freigaben in das Ermessen der Gemeinden gelegt werden. Ausnahmen von den danach geltenden Ladenschlusszeiten bestehen für Apotheken, Zeitungskioske, Tankstellen, Friseure sowie für Verkaufsstellen auf Bahnhöfen, Flug- und Fährhäfen, Märkten und Messen. Abweichende Ladenschlusszeiten an Wochenenden sind für bestimmte Orte (Kur-, Ausflugs-, Wallfahrts-, Grenzorte) und bestimmte Waren (Frischmilch, Bäcker- und Konditorwaren, Blumen, Zeitungen) vorgesehen. Für die Arbeitnehmer bestehen Schutzvorschriften.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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