Legitimation

allg. Beglaubigung, Anerkennung, Nachweis der Berechtigung zu einer Handlung, Ausweis über die Person des Inhabers; im Familienrecht bis zur Neuregelung des Kindschaftsrechts (1997) die Anerkennung eines nicht ehelichen Kindes als ehelich, entweder kraft Gesetzes durch nachfolgende Ehe des Vaters mit der Mutter des Kindes oder durch Ehelichkeitserklärung in Form einer Verfügung des Vormundschaftsgerichts auf Antrag des Vaters. Der mit der Neuregelung verfolgte Zweck, von Gesetzes wegen gleiche rechtliche Bedingungen für die Entwicklung ehelicher wie nicht ehelicher Kinder zu schaffen, hat den Vorschriften über die Legitimation ihren Sinn genommen, sodass sie zum 1. 7. 1998 aufgehoben wurden.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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