Legitimationspapier

Urkunde über ein Recht, v. a. über eine Forderung, die den Inhaber legitimiert, das Recht geltend zu machen. Der Schuldner kann mit befreiender Wirkung an denjenigen leisten, der ihm das Papier vorlegt; er ist berechtigt, aber nicht verpflichtet, die Berechtigung des Inhabers nachzuprüfen. Beispiele für einfache Legitimationspapiere sind der Gepäckschein, der Garderobenschein. Von qualifizierten Legitimationspapieren spricht man, wenn der Schuldner darüber hinaus berechtigt ist, die Leistung zu verweigern, wenn ihm das Papier nicht vorgelegt wird. Qualifizierte Legitimationspapiere sind Wertpapiere i. w. S.; Sparbücher sind vielfach als qualifizierte Legitimationspapiere ausgestaltet. Wertpapiere i. e. S. (z. B. Wechsel, Scheck) sind immer, Wertpapiere i. w. S. sind meist zugleich Legitimationspapiere.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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