Leichtfertigkeit

im Strafrecht erhöhter Grad von Fahrlässigkeit, im Sinne einer Nachlässigkeit, die etwa grober Fahrlässigkeit entspricht. In Bezug auf einen strafrechtlich missbilligten Erfolg ist L. strafschärfendes Tatbestandsmerkmal bestimmter Delikte, z. B. § 178 StGB (durch L. verursachter Tod bei sexueller Nötigung und Vergewaltigung). L. liegt vor, wenn der Täter nicht erkennt, was eigentlich jedem normal ausgestatteten Menschen unmittelbar einleuchten müsste.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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