Mangelfolgeschaden

bei Lieferung einer mangelhaften Sache oder einer mangelhaften Werkherstellung ein Schaden, der nicht unmittelbar an der Sache selbst, sondern als Folge des Mangels mittelbar an anderen Rechtsgütern des Geschädigten, z. B. seiner Gesundheit oder seinem Eigentum, entsteht (z. B. Wasserschaden am Gebäude durch eine infolge eines schadhaften Teils undicht gewordene Waschmaschine). Mangelfolgeschäden unterfallen dem bei verschuldeter Pflichtverletzung vom Verkäufer bzw. Werkunternehmer zu leistenden Schadensersatz (statt der Leistung; §§ 437 Nr. 3 bzw. 634 Nr. 4 BGB). Für diesen Schadensersatzanspruch gilt regelmäßig eine zweijährige Verjährungsfrist, es sei denn, es handelt sich bei der gekauften Sache um ein Bauwerk oder um eine gelieferte Sache, die bestimmungsgemäß für ein Bauwerk verwendet wird, oder um eine Werkleistung zur Errichtung eines Bauwerks oder eine Werkleistung an einem Bauwerk; in diesen Fällen gilt eine fünfjährige Verjährungsfrist (§§ 438, 634 a BGB). Ansprüche auf Ersatz von Mangelfolgeschäden gibt es auch bei der Produkthaftung.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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