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Mündel

der unter Vormundschaft stehende Minderjährige. Mündelgut ist das einem Mündel gehörende Vermögen. Als Mündelgeld bezeichnet man das Geldvermögen eines Mündels , das der Vormund gemäß den §§ 1805 ff. BGB mündelsicher (d. h. sicher zugunsten des Mündels ) verzinslich anzulegen hat, soweit es nicht zur Bestreitung von Ausgaben bereitzuhalten ist. Mündelsichere Anlageformen sind: 1) durch Hypotheken, Grund- oder Rentenschulden an inländischen Grundstücken gesicherte Forderungen; 2) verbriefte Forderungen a) gegen den Bund oder ein Bundesland, die in bestimmte Schuldbücher eingetragen sind, b) deren Verzinsung vom Bund oder einem Land gewährleistet ist; 3) bestimmte Wertpapiere, die mit Zustimmung des Bundesrates von der Bundesregierung für mündelsicher erklärt wurden; 4) Konten bei einer für mündelsicher erklärten öffentlichen Sparkasse oder – hilfsweise – einer Bank. Die Anlage soll (außer bei befreiter Vormundschaft) nur mit Genehmigung eines bestellten Gegenvormunds oder des Vormundschaftsgerichts erfolgen.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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