Mündlichkeitsprinzip

eine der wesentlichen Strafprozessvoraussetzungen. Nach §§ 261, 264 StPO darf nur ein mündlich in der Hauptverhandlung vorgetragener und erörterter Prozessstoff zur Grundlage des Strafurteils gemacht werden. Das bedeutet, dass z. B. schriftliche Beweismittel wie Urkunden grundsätzlich verlesen werden müssen. Seit 1987 besteht jedoch die Möglichkeit, dass das Gericht die Urkunde selbst liest und die anderen Prozessbeteiligten Gelegenheit hatten, die Urkunde zu lesen (§ 249 Abs. 2 StPO).

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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