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Opferentschädigung

die Versorgung für Personen, die im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland, auf deutschen Schiffen oder in deutschen Luftfahrzeugen durch einen vorsätzlichen, rechtswidrigen tätlichen Angriff oder durch dessen Abwehr eine gesundheitliche Beeinträchtigung erfahren haben, sowie für die Hinterbliebenen von gestorbenen Gewaltopfern. Die vom Staat gemäß Opferentschädigungsgesetz vom 11. 5. 1976 auf Antrag gewährten Leistungen umfassen u. a. Krankenbehandlung, Beschädigten-, Hinterbliebenenrente, Sterbegeld. Die Höhe der Leistungen im Einzelnen ist im Bundesversorgungsgesetz geregelt. Der Antrag ist bei den örtlichen Versorgungsämtern zu stellen. Anspruch haben nach Maßgabe von § 1 Opferentschädigungsgesetz auch Staatsangehörige aus Mitgliedsstaaten der EU sowie andere Ausländer, wenn sie sich rechtmäßig im Bundesgebiet aufhalten oder zwischenstaatliche Vereinbarungen bestehen. Nach der Rechtsprechung ist auch Opferentschädigung zu gewähren, wenn das Opfer vom Täter ernsthaft bedroht wurde und auf der Flucht verunglückt.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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