Organhaftung

die Haftung einer juristischen Person für ihre Organe. Wenn ein Organ, z. B. der Vorstand eines Vereins, eine zum Schadensersatz verpflichtende Handlung begangen hat (unerlaubte Handlung, Vertragsverletzung), so ist die juristische Person dem geschädigten Dritten gegenüber zum Ersatz verpflichtet, sofern das Organ die schädigende Handlung in amtlicher Eigenschaft vorgenommen hat, d. h., soweit ein sachlicher, nicht nur ein räumlich-zeitlicher Zusammenhang zwischen dem Aufgabenkreis des Organs und der schädigenden Handlung besteht (§ 31 BGB, der für alle juristischen Personen gilt).

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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