Personenstand

die sich aus den Merkmalen des Familienrechts ergebende Stellung einer Person innerhalb der Rechtsordnung einschließlich ihres Namens. Die Beurkundung des P. (Geburten, Eheschließung, Lebenspartnerschaft, Sterbefälle) und seine Veränderungen erfolgten früher in den Personenstandsbüchern, nunmehr in elektronischen Personenstandregistern. Gesetzliche Grundlage ist das am 1.1.2009 in Kraft getretene Personenstandsgesetz vom 19.2.2007. Die Personenstandregister beweisen bei ordnungsgemäßer Führung die in ihnen enthaltenen Angaben und bilden die Grundlage für die Ausstellung von Personenstandsurkunden (Geburts-, Heirats-, Sterbeurkunden u. a.). Berechtigte haben Anspruch auf Einsicht in die Personenstandsbücher. Personenstandsfälschung ist die vorsätzliche Falschangabe oder Unterdrückung des Personenstands eines anderen, besonders gegenüber dem Standesbeamten, sowie das Unterschieben eines Kindes (§ 169 StGB); Strafe: Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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