Preisauszeichnung

die Kenntlichmachung des geforderten Preises für Waren und/oder Dienstleistungen durch den Anbieter. Gemäß Preisangabenverordnung vom 14. 3. 1985 gelten die Grundsätze der Preiswahrheit und Preisklarheit. Demnach hat jeder, der Letztverbrauchern gewerbs- bzw. geschäftsmäßig oder regelmäßig Waren und Dienstleistungen anbietet oder für sie öffentlich wirbt, die Preise anzugeben, die einschließlich Umsatzsteuer und sonstiger Preisbestandteile unabhängig von einer Rabattgewährung zu zahlen sind (Endpreise). Auf die Verhandlungsbereitschaft über den Preis kann verwiesen werden. Preisangaben pro Mengen- oder Volumeneinheit (Unit-Pricing; z. B. Kilopreise, Literpreise) sind nur bei loser Ware und im Eichgesetz festgelegten Packungsgrößen erforderlich.

Im Handel müssen allgemein Waren, die in Schaufenstern oder in sonstiger Weise sichtbar ausgestellt sind, sowie Waren, die vom Verbraucher unmittelbar entnommen werden können, durch Beschriftung der Ware (Produktpreisauszeichnung) oder durch Preisschilder (Regalpreisauszeichnung) ausgezeichnet werden (Preisauszeichnungspflicht).

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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